Sehenswertes
  • Nageler See - ein Naturbadesee mit Liegewiese, Kneippanlage, Wassererlebnisbereich für Kinder
  • Kräutergärten: Duft- und Schmetterlingsgarten am See / Zeit- und Erlebnisgarten
  • Barocke Dreifaltigkeitskirche 1738-43
  • Wanderziele: Gregnitztal, Prinzenfelsen, Girglhöhle, Hohe Matze, Kösseinegebiet
  • im romantischen Gregnitztal bauen die Biber ihre Dämme
  • Nagel hat die meisten geschützten FFH-Biotop-Flächen in Bayern
  • Rundwanderweg und Naturerlebnispfad "Das Teutsche Paradeiß"

Der Ortsname

Der Name Nagels (ca. 1200: "Nogel") hat nichts mit Nägeln zu tun, wie sie noch in jüngerer Zeit von hiesigen Nagelschmieden hergestellt worden sind, sondern ist auch nach Ansicht der neueren Ortsnamenforschung einer slawischen Bezeichnung "náklo“ für "Ort am Wasser" zuzuordnen (Professor Eichler). Daneben wird auch die Ansicht vertreten, "Nogel" (mundartlich: "Nogl") habe seinen Namen von einem Felsen oder von einem Berg, "der die Form eines kuppenförmigen Nagelkopfes hat" (Prof. Güttler). -  Wie dem auch sei, im Wappen der Gemeinde Nagel geben der silberne Rohrkolben, die goldenen Bergspitzen und der ebenfalls goldene Nagel jeder der drei Auslegungen Recht!

Das Wappen

Gespalten von Schwarz und Blau durch einen goldenen Nagel, der auf der mittleren Kuppe eines dreiteiligen goldenen Berges steht; vorne eine silberne Fichte, hinten schwebend ein silberner Rohrkolben mit zwei abhängenden Blättern. Wappenführung seit 1957.

Wappengeschichte

Der Nagel steht für den Ortsnamen. Der Rohrkolben weist auf den im Gemeindegebiet vorkommenden sumpfigen Boden (Biotope) sowie auf den Mühlweiher (Nagler See) hin. Die Bergkuppen und die Fichte stellen die Lage des Ortes am Südrand des Fichtelgebirges dar. Die Farben Silber und Schwarz sowie Silber und Blau weisen auf die einstigen Herrschaftsinhaber hin.

Das Gemeindegebiet gehörte seit dem 13. Jahrhundert den bayerischen Herzögen, seit 1329 der pfälzischen Linie des Hauses Wittelsbach. Ab dem 15. Jahrhundert wurde der Einfluss der Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth im Gemeindegebiet immer größer. Im Grenzvertrag von 1536 wurde das Gebiet um Nagel in zwei Teile geteilt. Der größere Teil gehörte seitdem zu Bayern-Pfalz, der kleinere mit dem halben Dorf Reichenbach, einem Ortsteil der heutigen Gemeinde, zur Markgrafschaft. 1803 kam das ganze Dorf an das Fürstentum Bayreuth. 1810 wurde es bayerisch.


Historisches

In den Unterlagen des Klosters Reichenbach wird die Gemeinde Nagel erstmals um 1200 erwähnt. Nach verschiedenen Herrschaftswechseln kam Nagel 1803 von der bayerischen Oberpfalz zum Fürstentum Bayreuth, 1810 mit diesem wieder zu Bayern und gehört seitdem zum Regierungsbezirk Oberfranken. Nagel ist die einzige überwiegend katholische Gemeinde im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge. Die Bevölkerung lebte von den Erlösen ihrer Kleinlandwirtschaft, meist mit Nebeneinkommen aus dem Korbmachergewer

 

 

 

Nagel aus der Luft 

 

 
 

Sommermorgen am See